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SNYDER - Lokomotion | Streetart exhibition

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SNYDER - Lokomotion | Streetart exhibition
Event Overview

SNYDER - Lokomotion | streetart exhibition

Vernissage 26.April 2019, 18.00 Uhr
Stone Brewing Tap Room - Prenzlauer Berg
Ausstellung 26.April - 20.Juli 2019
präsentiert von uglyduckling.berlin

Eine Stadt. Ein Symbol. Eine Kunstform.
SNYDER vereint Berlins einzigartige Symbole zu einer nie da gewesenen Ausstellung: Lokomotion.

Pünktlich zum #GalleryWeekend eröffnet SNYDER Berlins Welt des Graffiti im Stone Brewing Tap Room - Prenzlauer Berg. Historische S-Bahn Elemente werden zur Leinwand einer modernen Auseinandersetzung mit dem Fort-Schritt unserer Hauptstadt.

Was macht dich aus, Berlin? Worauf bist du Stolz? Und wohin geht deine Reise?

StreetArt & S-Bahn in einem Hotspot!
Kommt am 26.April 2019 um 18.00 Uhr in die Oderberger Straße 15 und seht, was passiert, wenn die größten Symbole unserer Stadt aufeinandertreffen!
 


 

Lokomotion, die: Eine aktive Bewegung von Lebewesen, welche eine Ortsveränderung zur Folge hat.

Vor einem Vierteljahrhundert startet SNYDER seine Graffiti-Karriere. In Berlin existierte Graffiti im Jahr 1994 als Abbild des klassischen New York Stylewritings der 1980er Jahre. Diesem Vorbild folgend entwickelt der Künstler in der folgenden Dekade einen eigenen und lebendigen Style.

Nicht nur stilistisch orientiert sich SNYDER am Mekka aus Übersee, sondern auch in der Wahl des Untergrunds für seine Arbeiten: Vorwiegend Züge der S-Bahn dienen seit der Jahrtausendwende als fahrende Leinwand für seine Werke.
Obgleich sich parallel seit den 2000ern auch im öffentlichen Raum geklebte Buchstaben-Skulpturen und figurative Arbeiten mit der Schablone im Œuvre des Künstlers finden, ist die Arbeit auf Zügen vorrangig prägend für sein weiteres Schaffen.

In „Lokomotion“ präsentiert SNYDER Werke, die fernab vom typischen Graffiti entstanden sind, aber eng in Bezug zu diesem stehen. Dem Wortsinn folgend, beschäftigt sich der Künstler in seiner Serie mit der Fortbewegung und zeigt ausgewählte Elemente aus dem Nah- und Fernverkehr wie Signaltafeln, Andreaskreuz und Türen einer antiken Berliner S-Bahn. Hinterlässt der Urheber beim Trainwriting normalerweise einen Teil von sich am Zug, so dreht SNYDER dieses Narrativ um und zeigt Objekte, welche aus der Welt des Schienenverkehrs stammen.

Doch die Fortbewegung meint ferner, sich im oft engen Graffiti-Kosmos immer wieder neu zu erfinden ohne sich seiner Ursprünge zu entwurzeln. Der aus seinen figürlichen Werken adaptierte Schleier in den der Erschaffer die gezeigten Objekte gehüllt hat, erinnert an sich brechendes Licht einer öligen Reflexion oder Aufnahmen einer Wärmebild-Kamera. Vor allem aber ist es der individuelle, bunte Fingerabdruck, mit welchem SNYDER die Werkstücke okkupiert.

Sich als Writer nach 25 Jahren in seiner ersten Einzelausstellung komplett von Buchstaben als Motiv zu lösen, ohne den Kontext, die Herangehensweise und die handwerkliche Technik von Graffiti aufzugeben, zeigt wohl paradigmatisch am besten, wie neue Wege Fortbewegung und kreativen Fortschritt ermöglichen.
(Sascha Blasche. Kunsthistoriker, Herausgeber und Verleger)